Struggles of Feiertag

Heute ist Feiertag und ich habe Zeit. Ich habe frei, um genau zu sein. Und irgendwie ist es mit den Feiertagen immer das gleiche: man hat Lust Dinge zu tun, machen, essen – die man gerade nicht machen kann, nicht hat, nicht darf. (Ist das eigentlich schon ein bestätigtes Phänomen? Hat es schon einen Namen? Ja? Dann bitte her damit!)

Ich habe schon lange keinen Beitrag mehr verfasst. Dachte mir, könnte man ja heut wieder tun, ich habe ja immerhin frei.

Es ist ja nicht so, dass ich seit über einem Jahr keine Gedankenflausen mehr hatte, nein, die habe ich noch zu genüge. Manchmal kann man es sich aber schnell in den Handy-Memos von der Seele schreiben und da verweilen sie dann auch. Wer weiß, vielleicht werde ich sie irgendwann hier übertragen. Aber wozu noch, wenn ich meine komplette Gedankengrütze schon losgeworden bin? (Ist egal!) Und tatsächlich saß ich schon einige Male hier online, starre auf das „Was beschäftigt dich?“ und weiß nicht, wie ich anfangen soll. Ja, was beschäftigt mich? Das weiß ich! Wie bringe ich es rüber? Einfach schreiben! Du kannst es denken, du kannst es verfassen! Doch wo war der Beginn meines Karussells? Es wirbelt und kreiselt und wirbelt zurück.. Gab es da einen Anfang? Aaaaah! (Versteht jemand mein Problem?)

Also ausgeloggt, vergessen, zu Ende gedacht, weiter mit anderem beschäftigt…

Aber wo war ich? Richtig, Feiertage und ihre Angewohnheit. Neben der freien Zeit auf einmal mitten in der Woche, sind auch sämtliche Geschäfte zu, Einrichtungen, die diverse Freizeitaktivitäten selbst heute anbieten, überfüllt (hat ja auch jeder Zeit!) und groß Krach machen kannst du auch nicht, ist ja Feiertag! (Ihr wisst schon, was ich meine. Das übliche: mit der Bohnermaschine durch die Wohnung fahren, Heizungsrohre polieren oder meine 84 neuen Ikea-Bilderrahmen an die Wand bringen. Ich wäre Nachbars Liebling! Struggles everywhere!)

Fiete war gestern einkaufen. Auf seinem Einkaufszettel hat er zu stehen gehabt, dass er etwas für das Mittag/Abendbrot mitbringen soll. Hat er getan. Und gestern habe ich mich so darauf gefreut, dass es heute wird, dass ich es essen kann… da habe ich darauf keine Lust mehr. Lieber hätte ich jetzt so einen richtig heißen, fettigen Ofenkäse (für mich allein! Glaubt nicht der Werbung! Vier lachende Menschen und einen Ofenkäse?! Never.)

Ich habe mir heute vorgenommen auszuschlafen (Check!), zu Frühstücken (mittlerweile Check!), Werbung durchzustöbern (gerade dabei!) und dann… tja. Da ist es. Ich hätte gern einen Couchtag eingelegt, aber irgendwie will ich mich auch bewegen. Sport, ich hätte Lust auf Sport! Aber irgendwie mag ich auch einfach nur Lesen… Aber Aufräumen, das könnte ich jetzt machen! Oder aber ich treffe mich mit meinen Mädels… Hätte auch nichts dagegen gerade irgendwas zu renovieren, eventuell eine Wand im Wohnzimmer dunkel gestalten? Oder farbig? Wo kommt dann jetzt die Farbe her? Grau, grau wäre auch gut.. (und es kreiselt schon wieder. Fiete bringt mich um! Also, nicht wirklich. Ihr wisst, wie ich es meine. Wir haben erst vor kurzem alles fertig renoviert.) Sind dunkle Wände im eigenen Zuhause nicht wieder modern? Wann wurde aus „Grufti-Zimmer“ ein „Ikea-Vorzeige-Raum“? Ich glaube, ich will auch eine dunkle Wand, doch dunkel, nicht farbig.

Aaaaah!

Ihr wisst, was ich meine? Viel zu viel für einen Tag, viel zu viel, was gerade einfach nicht möglich ist. Gott sei Dank kann ich morgen wieder zur Arbeit, da habe ich das dann alles nicht mehr im Kopf.

– Thea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.